Rügen

 

Rügen

Mit der Schmalspurbahn von Putbus nach Göhren

In den Jahren 1991 und 1992 unternahm ich mehrere Reisen nach Rügen, zur bekannten Schmalspurbahn von Putbus nach Rügen, die der Rest eines früher über die ganze Insel verzweigten Netzes von Schmalspurbahnen darstellt. Die Aufenthalte fanden stets im Winter oder Herbst statt, so konnte, außerhalb der Urlaubssaison, noch der ganze Charme der Kleinbahn als alltägliches Verkehrsmittel eingefangen werden. Außerdem bot die Insel damals noch eine Stille, wie sie immer seltener anzutreffen ist. Am kleinen Kreuzungsbahnhof Seelvitz zum Beispiel, die inmitten von Feldern lag, und zum dem nur ein holperiger Sandweg führte -- keine Autos waren zu hören, keine Motorräder, keine Flugzeuge und auch sonst keine akustischen Plagen der modernen Freizeitgesellschaft. Nur der gelegentliche Pfiff der Lokomotive, die irgendwo auf der Insel mit ihrem Zug daherschnaufte.

Die erste Ankunft auf der Insel. Der Zug nach Binz steht im Schmalspurteil des Bahnhofs Putbus kurz nach Sonnenuntergang bereit. Gemächlich qualmt und säuselt die Lok vor sich hin, der Lichtmaschine schnurrt, und gleich setzt sich die Fuhre in Bewegung. Im Posewald wartet der Gegenzug auf die Kreuzung -- der Blick aus dem Fenster des in die weite Senke abwärts rollenden Zuges fällt auf eine sanfte einzeitliche Landschaft, die durch Rauhreif wie eingezuckert im letzten Restlicht liegt. Mitten darin leuchten die drei hellen Lampen des Gegenzuges, und aus seiner Lok entsteigt ein Schleier weißen Dampfes, der sich in einem langen Schweif über die Hügel legt. [13240]
Nach jeder Fahrt gilt es, die Vorräte an Kohle und Wasser zu ergänzen, wie hier in Putbus. [9287/02]
Der Lokbahnhof in Putbus ist auch der Ort, um kleine Reparaturen am Wagenpark vorzunehmen, wenngleich das mangels einer Werkstatthalle einen eher feldmäßigen Eindruck macht. [9283/10]
Währenddessen wartet Lok 099 746 auf ihren nächsten Einsatz. [9283/02]
Wenn die Dampflok zum Zug rollt, kann sie sich stets der Aufmerksamkeit des Publikums sicher sein.

[9284/05]

Einsteigen bitte! [9284/07]
Durch herbstliches Schmuddelwetter rollt der Zug seinem ersten Halt Posewald entgegen. [9286/11]
Im Kreuzungsgleis wartet bereits der Gegenzug nach Putbus. [9288/10]
Ein anderes Mal muß der Zug nach Göhren in dem an einer herrlichen Allee gelegenen Kreuzungsbahnhof warten. [9285/14]
Der zugehörige Haltpunkt befindet sich einige hundert Meter in Richtung Binz. Die Lok muß ordentlich einheizen, um die Steigung nach Putbus zu bewältigen. [9155/14]
Fernab der nächsten Ortschaft inmitten von Feldern liegt der kleine Bahnhof Seelvitz, in den gerade der Zug Richtung Binz hineindampft. [13245]
Derweil wartet der Schienenbagger auf dem Nebengleis die Vorbeifahrt des Personenzuges ab. [9156/18]
Die Ankunft des Zuges in Seelvitz kündigt sich durch eine gewaltige Dampfwolke am Horizont an. [9209/09]
Diesmal will sogar jemand aussteigen. Der Zug hält aber nicht am Wartehäuschen, sondern kundengerecht, aber nicht ganz vorschriftsgemäß auf dem Bahnübergang. So ist das auf der Kleinbahn ... [13255]
Mit Volldampf durch bewegtes Gelände [9285/01]
Seebad Binz [13293]
Drei altertümliche Fahrzeuge -- während jedoch die beiden Dampfloks nach wie vor fahren, dürfte der Trabant der Bahnmeisterei längst den Weg des Recyclings gegangen sein. [13301]
Nach der Kreuzung in Binz Ost wird tüchtig Dampf gegeben, denn die Steigung über die Granitz, einen mit herrlichen Buchenwäldern bewachsenen Höhenzug, will überwunden sein. 

[13302]

Noch ein Teil des Fuhrparks der Bahnmeisterei Binz, beziehungsweise ihrer Mitarbeiter.

[13295]

In der anderen Richtung setzt nach der morgendlichen Zugkreuzung in Binz Ost der Zug nach Putbus seine Reise fort. [9288/05]
Auf der Granitz befindet sich ein Jagdschloß, dessen Turm einen großartigen Blick über den östlichen Teil der Insel bietet. [13305]
Unweit des erwähnten Jagdschlosses kommt 99 4632 mit dem Nachmittagszug nach Putbus herangeschnauft. [13328]
Angesichts des unfreundlichen Wetters muß die Lok 099 781 einiges an Dampf für die Heizung abzweigen. [9282/07]
In Göhren endet unsere Reise mit der Schmalspurbahn. Die Lok, die für die Rückfahrt schon bereitsteht, wird von den Bauarbeitern am Zaun ausgiebig bestaunt. Dampfloks sind sie wohl nicht mehr gewohnt -- vielleicht sind sie aus dem Westen. [9159/13]
Erstmal eine anstecken -- die Lok raucht schließlich auch. [9281/17]
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