Marmorbahn

 

 Spezielles

Der Weg des Marmors

Die Laaser Marmorbahn

Laaser Marmor wird im Vintschgau bereits seit dem frühen Mittelalter abgebaut. Seine hochfeine Konsistenz und seine reinweiße Farbe machen ihn zu einem weltweit hochbegehrten Baustoff. Nicht minder von Interesse für verkehrstechnisch Interssierte ist die Bahn, die seit dem Jahr 1928 den Marmor von der Abbaustelle zur Weiterverarbeitung ins Tal schafft, und die heute noch in weitgehend unveränderter Form in Betrieb ist; eine Technik, die durch ihre Einfachheit, Robustheit und Langlebigkeit fasziniert. Die Transportkette besteht aus folgenden wesentlichen Teilen:

1. Die Seilbahn vom Steinbruch zur Ladestelle

2. Die obere Schmalsurbahn von der Verladestelle zum Schrägaufzug

3. Der Schrägaufzug

4. Die Talstrecke der Schmalspurbahn vom Schrägaufzug zum Verarbeitungswerk

Wir beginnen unseren Rundgang am oberen Übergangspunkt von der Bergstrecke der Schmalspurbahn zum Schrägaufzug.

 

 
Die Arbeiter haben gerade Mittagspause. Die Lok, die die Wagen zum Schrägaufzug befördert, wartet derweil auf neue Aufgaben. Ein Wagen mit einem Marmorblock steht bereits auf dem Wagen des Schrägaufzugs, um nach Ende der Pause in Tal zu rollen .
 
Die Zugseile des Schrägaufzugs führen zum weiter oben gelegenen Maschinenhaus.
 
 
 

Der Wagen ist bereits ordentlich festgezurrt. Gleich geht es zu Tal. Der Block auf dem Wagen wiegt um die 18 Tonnen. Ursprünglich offensichtlich für zwei Wagen konzipiert, nimmt die Plattform nur noch einen Wagen auf.

 
Am anderen Ende des Zugseils befindet sich die zweite Plattform mit einem leeren Wagen, die gleichzeitig nach oben gezogen wird. Im Tal erkennt man die Talstrecke zum Verarbeitungswerk.
 
Nachdem der nach oben beförderte leere Wagen vom Schrägaufzug gerollt ist, hat die Lok einen weiteren beladenen Wagen abgestoßen, der mit der Handbremse an der richtigen Stelle angehalten und in seiner Position festgezurrt wird.
 
 
 
Derweil schiebt die Lok den leeren Wagen zur Verladestelle ...
 
 
... direkt unter den schwebenden Marmorblock, der mittels der Seilbahn von der Abbaustelle auf der anderen Talseite über das Tal befördert wurde. Von Steinbruch selbst ist wider Erwarten nicht viel zu sehen, denn der Abbau findet untertage statt.
 
 
Mit der an der Seilbahn angebauten Motorwinde wird der Marmorblock auf dem Wagen abgesetzt ...
 
 
... und zum Schrägaufzug befördert.
 
 
Auf halbem Wege begegnen sich beladener und leerer Wagen.
 
 
An der Talstation hat die Lok der Talstrecke einen weiteren leeren Wagen, den lezten des Tages, auf den Schrägaufzug geschoben. Je Arbeitstag werden rund 15 Wagen hinauf- und hinuntergefahren, wobei jede Fahrt des Schrägaufzugs etwa eine Viertelstunde dauert.
 
Der Lokführer fährt bis zur Begegnungstelle auf halbem Wege mit und steigt dort auf den beladenen Wagen um.
 
 
Die alte Lok wartet derweil auf die Ankunft des vollen Wagens. Die Lok war ursprünglich für elektrischen Betrieb vorgesehen, wurde aber in eine Verbrennungsmotorlok umgebaut.
 
 
Hier kommt die nächste Fuhre.
 
 
 
Unterwegs wird noch das mitgebrachte Holz abgeladen.
 
 
Anschließend wird der Marmorblock, der dem Berg im Hintergrund entstammt, ins Werk gefahren.
 
 
Über Laaser Marmor bei Wikipedia
 
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